Berck-sur-Mer

ist ein Badeort an der Côte d’Opale mit rund 14.200 Einwohnern am Rande des Département Pas-de-Calais. Im Süden grenzt er an das Département Somme mit seinem großen Naturschutzgebiet Baie de Somme. In Berck mündet der Fluss Authie ins Meer; die Baie d’Authie mit ihren in Sichtweite des Strands liegenden Robbenbänken steht ebenfalls unter Naturschutz wie auch die Vogelschutzgebiete im Norden und im Hinterland Bercks, die zahlreichen Zugvögeln Rastmöglichkeit bieten. Boulogne-sur-Mer liegt etwa 35 km entfernt, Amiens 75 km. Radwege abseits der großen Straßen laden zum Entdecken der Naturschutzgebiete oder zum Kennenlernen benachbarter Badeorte wie z.B. Touquet-Paris-Plage oder Le Crotoy ein.

Berck liegt an der Autoroute A16 Paris – Dunkerque, deren Verlängerung Anschluss an Calais und den Tunnel nach Großbritannien bietet. Der Bahnhof im Nachbarort Rang-du-Fliers liegt nur wenige Minuten von Berck-Centre entfernt und ist an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Bahnverbindungen nach Lille erlauben Anschluss an die TGV Strecke Brüssel – Köln. Der ehemalige Bahnhof der Endstation Berck beheimatet heute das Casino. Das Aérodrome in Berck bietet Sportflugzeugen Start- und Landemöglichkeit.

Mit seinen schier endlosen Stränden lädt Berck zum Baden, Strandsegeln Surfen und Flanieren ein. Berck ist eine Hochburg der Lenkdrachen. Kulturell bedeutend sind das Museum mit maritimer Gemäldesammlung und Schätzen aus der Merowingerzeit, die Holzarchitektur der Kirche Notre-Dame-des-Sables, der wehrhafte Turm von St. Jean Baptiste, einem früheren Leuchtturm. Einzelheiten finden Sie unter touristischen Hinweisen. Das reichhaltige gastronomische Angebot Bercks bietet nicht nur der maritimen Gaumenfreude etwas sondern eröffnet Liebhabern der französischen Küche und Backstube ein breites Spektrum, das zu erkunden sich lohnt.

Hauptwirtschafszweig Bercks ist heute der Tourismus, der die in früheren Jahrhunderten blühende Fischerei vollständig abgelöst hat. 4 000 Ferienwohnungen, 1 700 Stellplätze auf 10 Terrains und ca. 300 Hotelzimmer weist die Statistik aus. Das gesunde Seeklima hat bereits im 19. Jhd. zur Errichtung von auf Atemwegserkrankungen spezialisierten Kliniken geführt. Insgesamt fünf klinische Einrichtungen bieten heute in der Region vielfältige medizinische Leistungen an einschließlich Rehabilitation. In diesem Sektor sind zudem zahlreiche Ausbildungsstätten entstanden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch englische und amerikanische Fliegerangriffe stark zerstört, die der deutschen Besatzung galten, die sich in Berck festgesetzt hatte. Dabei ist das an der Strandpromenade um die Jahrhundertwende in eleganten Gebäuden untergebrachte Ensemble an Hotels und Restaurants weitgehnd zerstört und in der Nachkriegszeit vielfach durch Zweckbauten ersetzt worden. Einige Gebäude aus der Gründerzeit oder das Casino lassen den Charme dieser Zeit noch erkennen. Eine weitere Städtepartnerschaft verbindet Berck-sur-Mer mit der jenseits der Kanalküste liegenden englischen Ortschaft Hythe in der Grafschaft Kent, unmittelbar bei Folkstone.

 

Touristische Informationen

 

Stadtpläne und weitere Informationen über Berck und Umgebung erhält man im Office deTourisme (Fremdenverkehrsamt), Avenue Francis Tattegrain am „Trichterplatz“ (Place de l’Entonnoir), wo die Ost-West-Achse von Berck-Ville nach Berck-Plage, die Rue de l’Impératrice, einmündet.

Was man auf jeden Fall sehen und erleben sollte:

  • die Strandpromenadenstraße von ihrem Nord- bis zu ihrem Südende: Esplanade Parmentier – Espace Rose des Vents (Platz der Windrose) – Esplanade Maritime, vom Eole Club (Strandsegeln) bis zum Hôpital Maritime,
  • die Fußgängerpromenade Pr Debeyre vorbei an Hôpital Maritime, Leuchtturm und Seemannskreuz zur Baie d’Authie (Mündungsbucht der Authie), wo man oft Robben sichten kann,
  • den sentier dunaire, einen ausgeschilderten Rundweg durch die Dünenlandschaft mit schönen Ausblicken auf die weite Meeresbucht,
  • die beiden Kirchen von Berck: Notre Dame des Sables mit der einzigartigen Holzkonstruktion aus Pitch-Pine im Inneren und dem Partnerschaftsbaum auf dem Platz davor, Saint-Jean Baptiste in Berck-Ville, umgeben vom Friedhof, deren Langschiff mit bemerkenswerten figürlich gestalteten Kapitellen aus dem 13. Jahrhundert stammt und auf deren Turmplattform bis zum 18. Jh. die Leuchtfeuer zur Orientierung der Seeleute entzündet wurden,
  • das Musée de France Opale Sud in der ehemaligen Gendarmerie an der Rue de l’Impératrice, das u.a. eine hervorragende Sammlung von Gemälden der sogenannten Bercker Malerschule präsentiert wie auch prachtvolle Funde aus einer merowingischen Begräbnisstätte in der Nähe von Berck, die beim Bau der Autobahn A16 entdeckt wurden.