Von Willi Birenfeld

Geschichte und Entwicklung der Partnerschaft Bad Honnef – Berck-sur-Mer

Kurzer Abriss der Entstehung und Entwicklung der Städtepartnerschaft
Bad Honnef – Berck-sur-Mer von 1974 bis heute

In Bad Honnef, wohl auch unter dem Einfluss des in Rhöndorf ansässigen Deutsch-Französischen Jugendwerks, machte zuerst die frühere Landtagsabgeordnete Lina Buscham (FDP) den Vorschlag, eine Städtepartnerschaft mit einer französischen Stadt einzugehen, und lief damit offene Türen ein.

Man bat den in Nordfrankreich lebenden Co-Präsidenten der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften Pierre Martin, der mit einer Honneferin verheiratet war, sich nach einer passenden französischen Stadt umzusehen. Auf seinen Vorschlag hin entschloss sich der Stadtrat Bad Honnef im März 1974, dem nordfranzösischen Seebadeort Berck-sur-Mer eine Städtepartnerschaft anzubieten.

Nach drei Monaten ohne Antwort aus Berck machte sich, wohl auch auf Bitte von Bürgermeister Franz Josef Kayser, zugleich Verleger der Honnefer Volkszeitung,  Chefredakteur Klemens Hoffstadt mit seiner Frau Marianne, die über Französischkenntnisse verfügte, per Bahn auf Erkundungstour an den Ärmelkanal. Nach zähflüssigen Versuchen gelang es schließlich über Jacques Gruart, dem späteren Vorsitzenden des Comité de Jumelage, und Angela Bonnevie, eine Deutsche, verheiratet mit dem späteren langjährigen Comité-Vorsitzenden Edmond Bonnevie, mit Bürgermeister Dr. Guy Malgouzou Kontakt aufzunehmen und ihm die Einladung der Stadt Bad Honnef zu einem ersten offiziellen Besuch zu übermitteln. Der Bürgermeister sagte zu, Anfang Oktober 1974 mit einer Delegation nach Bad Honnef zu kommen.

So geschah es dann auch.

Die Delegationen der beiden Städte unter der Führung der beiden Bürgermeister vereinbarten in einer gemeinsamen Resolution, vorbehaltlich der Zustimmung der beiden Stadträte, eine Städtepartnerschaft abzuschließen. Für das Jahr 1975 regten sie weitere Zusammenkünfte von Vertretern beider Städte sowie erste sportliche Begegnungen der Jugend von Bad Honnef und Berck-sur-Mer an.

 Im Dezember 1975 richtete der Bad Honnefer Stadtrat einen städtischen Ausschuss mit dem Titel „Partnerschaftskomitee“ ein, dem 21 Mitglieder, davon 11 Ratsvertreter, angehörten und dessen erster Vorsitzender Dr. Eugen Schilken (CDU) war, der 1980 von Karl Schönball (SPD) abgelöst wurde. Die weiteren Ausschussmitglieder waren „sachkundige Bürger“ aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens wie z.B. der Kirchen und der Schulen. Das Siebengebirgsgymnasium wurde ab 1976 von StD Willi Birenfeld vertreten.

Im Dezember 1984 wurde der Ratsausschuss „Partnerschaftskomitee“ unter gleichem Namen in einen gemeinnützigen Verein mit neuer Satzung umgewandelt, um den Bürgern der Stadt breitere Mitwirkung und stärkeren Einfluss auf die Ausgestaltung der Städtepartnerschaft zu ermöglichen.

Vereinsvorsitzender wurde Karl Schönball und blieb es bis 1997.Von 1997 bis 2003 war Willi Birenfeld Vorsitzender, von 2003 bis 2009 Hans Gauer, von 2009 bis Anfang 2015 dann Dr. Hans Eckhard Krüger, seitdem ist Rainer Kubis Vorsitzender des Partnerschaftskomitees.

Das Partnerschaftskomitee Bad Honnef – Berck-sur-Mer 1975 e.V. zählt heute über 300 persönliche und korporative Mitglieder.

 

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