Artikel vom 03. Februar 2016

Bonner General-Anzeiger berichtet über das Jubiläum der Städtepartnerschaft

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Partnerschaft feiert 40. Geburtstag  - Das Komitee Bad Honnef-Berck-sur-Mer stellt im Jubiläumsjahr die Jugend in den Mittelpunkt

Wenn Rainer Kubis an den Honnefer Zoch von 2014 denkt, dann bekommt er richtig Lust auf Karneval. Denn das jecke Treiben war nicht nur “normal schön”, sondern eben besonders: Viele französische Freunde aus Berck-sur-Mer gingen mit, inklusive der dreieinhalb Meter großen Fischerfiguren “Flipp et Zabeth”. Rund 80 Frauen, Männer und Kinder war die Truppe stark. Die Deutschen trugen einen Tricolore-Umhang, und die Gäste aus dem Nachbarland hatten sich in Schwarz-Rot-Gold gehüllt.
“Das war sicher einer der Höhepunkte in der Geschichte unserer Städtefreundschaft”, sagt der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees. Das hat 2016 Grund zum Feiern: Die Freundschaft zwischen Bad Honnef und Berck-sur-Mer besteht offiziell seit 40 Jahren. “Wir wollen unser Jubiläum möglichst bürgernah und europäisch ausrichten und vor allem auch die Jugend einbeziehen”, sagt Kubis. Ihre Tour nach Berck unternehmen die Honnefer vom 20. bis zum 22. Mai. Der Gegenbesuch der Franzosen mit den offiziellen Feiern steht vom 23. bis zum 25. September an. Dazu gehört auch ein Jugendmusikfest am 24. September mit Auftritten von verschiedenen Gruppen an verschiedenen Orten in Bad Honnef. In dieselbe Zeit fällt zudem die Französische Woche in der Stadt mit einem Filmabend, Literatur und einem gastronomischen Angebot.
In Bad Honnef soll es über das Jahr verteilt zudem vier Ausstellungen geben, die das deutsch-französische Verhältnis beleuchten. Stichwort Jugend: Schüler des Hagerhofs, des Nell-Breuning-Berufskollegs und des Siebengebirgsgymnasiums sowie der Bercker Schulen Collège Jean Moulin, Lycée Jan Lavezzari und EREA haben sich mit der Freundschaft zwischen den beiden Städten beschäftigt. Dabei blicken die jungen Leute nicht nur zurück und ins Hier und Jetzt, sondern auch nach vorne. “Partnerschaft und Freundschaft 1976 – 2016 – 2056″ ist die Ausstellung betitelt. Entstanden sind “emotionale Momentaufnahmen” wie Objekte, Zeichnungen, Erzählungen und sogar ein Gedichtband.
Über das Jahr verteilt besuchen Honnefer Schüler ihre Freunde in Berck und umgekehrt. Das ist auch ein Erfolg des Partnerschaftsvereins. “Wir freuen uns sehr, dass der Schüleraustausch wieder so rege läuft”, sagt Kubis. Das sei in den vergangenen Jahren nicht immer so gewesen. Das liege auch daran, dass der Deutschunterricht in Frankreich und der Französischunterricht hierzulande nicht gerade Hochkonjunktur hätten, so Ludger Viehoff, Geschäftsführer des Partnerschaftskomitees, das derzeit gut 300 Mitglieder hat.
Eine andere Ausstellung heißt “Auf dem Rücken des Esels von Berck nach Honnef”. Die bringt das Heimatmuseum aus der französischen Partnerstadt mit. Laut Kubis belegen alte Fotografien und Postkarten, dass es im 19. Jahrhundert einen regen Warenaustausch, zum Beispiel von Heringen und Wein, zwischen den heutigen Partnerstädten gegeben hat. Und das eben auf dem Rücken von Eseln. Dazu hat der Vorsitzende eine schöne Anekdote parat: “In unserem privaten Garten, unterhalb des Siebengebirgsgymnasiums, haben wir beim Buddeln neulich zwei alte Hufeisen gefunden.” Die möchte er im Mai beim Besuch in Berck dem Heimatmuseum übergeben.
(Margit Warken-Dieke)
 Partnerstadt. Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. Mai, besucht die Delegation die Feierlichkeiten zum Jubiläum in Berck. Für den Bustrip gibt es noch freie Plätze. Die Teilnahme kostet – je nach Art der Unterbringung – ab 135 Euro pro Person. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Konzert, ein Festessen, ein Ausstellungsbesuch, Veranstaltungen am Strand und in der Stadt. Anmeldeschluss ist der 29. Februar. Weitere Infos und Anmeldung unter www.berck-badhonnef.de.

 

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